Scheiß funktionieren immer, macht mir manchmal echt zu schaffen. Daß man immer auf Trab sein muß, was erreichen, was tun, Leistung bringen. Diese ganzen gedacht- und gemachten Wertvorstellungen diesbezüglich und Systeme, die das ganze am Laufen halten.
Mein Arbeitsberater fängt an, minimal Streß zu machen. Ein gutgenährter nicht unsympathischer Mensch, der eine ruhige BeamtenKugel schiebt. Von der harten Realität auf dem Arbeitsmarkt mag er etwas mitbekommen, ob er es auch versteht, das wage ich zu bezweifeln.
Ich sagte ihm jedenfalls, Chef ist für mich eher suboptimal, außer der trägt exakt meinen Namen.
Hatte er sogleich ein Formular zur Hand, Seminar für Existenzgründer. Die wesentlichen Fragen tauchten erst später auf…Braucht man unbedingt diesen Gründungszuschuß, um sich aus der Arbeitslosikgeit heraus selbstständig zu machen?
Und geht das dann nur mit business-Plan, ausgeklügelten Kalkulationen und einer professionalisierten Absegnung?
Muß die Gründungsidee neu oder besonders innovativ sein?
Gibt es schon Angebote an Unterweisungs-Services ins Blogger-Leben für Senioren?

(foto by argus Fotoarchiv/Frischmuth, © Gutrath Verlag )
Eine entscheidende, Frage: Ist ein Leben ohne Finanzamt denk- und durchführbar? Wenn ja, wie?
Ein Begriff flatterte mir neulich immer wieder durch den Kopf: non-profit!
Aber nicht aus Barmherzigkeit, sondern aus purem Geiz: dem Finanzamt und dem, was man ‘Staat’ nennt, gönne ich keine müde Kröte!
Außerdem geht es hier nicht ums Überleben, nicht bei uns…
Es geht, und das überall, vornehmlich um gutes und Zusammen- Leben, mit viel Hirn, Herz, möglichst große Mengen von Freude am Dasein.
Mir liegt so gar nichts an Gewinnmaximierung, Rentabilität und ähnlich hohlen Phrasen. Ich lieg lieber gern mit andern auf dem Rasen.
Ja, nennt mich ruhig faule Socke. Ich bin es, durch und durch! Ich stehe dazu. Und schwerlich auf, morgens, schon immer. Es gibt schlimmeres. Von mir nur das Beste, hier also einen excellenten Buchtip, die pure Inspiration…Die Kunst, frei zu sein – Tom Hodgkinson
Tom Hodgkinson wird mitunter als Luftikuss beschrieben, seine Ansätze scheiterten minimal an der Realität.
Die Realität aber, das ist immer, was ein jedes aus seinem Leben macht. Und sich konsequent in wu-wei zu üben, ist eben nur eine von möglichen Entscheidungen.
Neben der Gründung einer Existenz, so fällt mir just ein, erscheint mir viel dringlicher, einen Verein der Müßiggängerischen ins Leben zu rufen, ‘Faule Socken e.V.’, ha!
Das deutsche pendant zum Idler…
Interessenten bitte melden! Aber macht euch bloß keinen Streß…
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your lazybone
sigmundo
Schlagworte: arbeit, arbeitslos, faul, faule socken, faulheit, müßiggang, tom hodgkinson, web2.0, wu-wei